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Wappen im Kreis Aachen

gesammelt von Peter Lönnendonker  

Kreis Aachen

 Schildhaupt Gold über Blau geteilt. Im oberen Schildteil ein rechts gewendeter schreitender Löwe. Im unteren Schildteil ein rechts gewendeter silberner Schwan in einem goldenen Hirschgeweih auf einem silbernen Grind stehend.

Geschichte

Das Wappen des Kreises Aachen gründet sich auf dasjenige der ehemaligen Stadt Burtscheid, welche einen Schwan in einem Hirschgeweih auf dem Grind stehend führt, und auf den schwarzen Löwen der Herzöge von Jülich. Das Wappen der Stadt Burtscheid wiederum, von Kaiser Wilhelm I. im Jahre 1882 verliehen, beruht auf demjenigen des alten Geschlechtes der Herren und Grafen von Waestenraedt, welches Beziehungen zu Burtscheid hatte. Das Stadtwappen ist deswegen in dasjenige des Kreises aufgenommen, weil die ehemalige Reichsabtei Burtscheid, bzw. von 1816 ab die Stadt Burtscheid bis zum Jahre 1897, dem Jahre ihrer Eingemeindung in die Stadt Aachen, zum Landkreise Aachen gehörte. Vom Jahre 1816 ab, also vom Jahre der Kreisteilung bis auf den heutigen Tag, liegt aber das Kreishaus des Kreises Aachen, und damit auch der Sitz seiner Kreisverwaltung, im ehemaligen Burtscheider Stadtgebiet. Da sich aber der Kreis Aachen im wesentlichem aus Gebietsteilen des ehemaligen Herzogtums Jülich zusammensetzt, steht an erster Stelle, im so genannten Schildhaupt, der Jülicher Löwe. Wenn er hier "schreitend" dargestellt ist, so deswegen, weil der verfügbare Raum dies Stellung erfordert.

Stadt Aachen

 Auf goldenem Schildhaupt, ein nach rechts gewendeter, rot bewehrter und  rot bezungter ungekrönter schwarzer Adler.

Geschichte

Das Aachener Stadtwappen ist erstmals 1351 auf dem so genannten Krönungssiegel der Stadt nachweisbar, das gleichsam propagandistisch auf Aachen als den Krönungsort der römischen Könige und als Reichsstadt aufmerksam machen sollte. Denn wie die landesherrlichen Städte das Wappen ihrer Landesherren trugen, so zeigt dieses älteste Aachener Wappen das seines Herren dem König.

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erscheint es auf den Aachener Münzen, den Kaiser-groschen und den Halbsterlingen. Im Jahre 1385 zierte es anlässlich der Belagerung der Burg Reifferscheid durch die Mitglieder des Landfriedensbundes Zelte und Wagen. In der frühen Neuzeit wurde das Wappen auf städtische Münzen, für Ratszeichen und Marken, an der Stadtbefestigung, den Zinnen des Rathauses und auf den Grenzsteinen des so genannten Aachener Reiches verwandt. Die Aachener Grenadiere trugen seit 1759 den Stadtadler auf einer Kupferplatte an ihrer Bärenpelz-kappe. Der städtische Adlerschild wurde am 16. Juni 1811 von Napoleon ersetzt durch ein Wappen, das drei goldene Bienen in rotem Schildhaupt zeigt, unter dem sich in goldenem Felde eine Weltkugel mit Tatzenkreuz, begleitet von vier gestümmelten schwarzen einwärts gewendeten Adlern, je einer oben, darunter zwei nebeneinander, befindet. Nachdem Aachen mit den Rheinlanden im Wiener Kongress dem preußischen Staat eingegliedert wurde und die Kabinettsordre vom 22. Dezember 1817 den von Napoleon mit einem neuen Wappen bedachten Städten erlaubte, ihre althergebrachten Wappen wieder zu verwenden, kehrte Aachen zum Gebrauch des Adlers zurück.   

 

Aachen - Brand

  Das Brander Wappen von 1936  zeigt im unteren Teil rote Flammen über einem goldenen Dreiberg und weist damit auf den Namen Brand hin, das Büffelhorn im oberen Teil deutet auf die frühere Zugehörigkeit zur Reichsabtei Kornelimünster.

Geschichte

Die Besiedlungsgeschichte der Markung der früheren Gemeinde Brand reicht zurück bis in die Keltenzeit, deren Anwesenheit durch den Namen der Gemarkung Rollef bewiesen wird. Den Kelten folgten die Römer, von denen ein Steinsarg zeugt, der in der Flur "Bau" gefunden wurde. Brand gehörte fast tausend Jahre zur Reichsabtei Kornelimünster und bildete mit den Weilern Rollef, Freund, Krauthausen und Niederforstbach eine der fünf Hunschaften, in die das reichsunmittelbare Abteigebiet eingeteilt war. Bis zur Aufhebung der Abtei Kornelimünster im Jahre 1802 gab es in Brand kein eigenständiges Gemeindeleben. Die Vorgänger der ehemaligen Gemeinde Brand waren vielmehr kleine ländliche Siedlungen, die aus den Wirtschaftshöfen der Abtei hervorgegangen waren. Mit den anderen Hauptorten des Münsterländchens erhielt auch Brand die Erlaubnis, in einer eigenen Kapelle an Sonn- und Feiertagen Gottesdienst halten zu dürfen. Der Neubau war 1761 fertig gestellt, die Kapelle war dem heiligen Donatus geweiht, der gegen Blitz und Wettergefahr verehrt wird, an zweiter Stelle stand der heilige Wendelin, der Schützer des Viehs. Die Patrozinen entsprachen ganz und gar dem ländlichen Charakter des Ortes. Mit einer Aufhebung der abteilichen Herrschaft durch ein Dekret Napoleons vom 09. Juni 1802 erlangte Brand die kommunale Selbständigkeit und wurde eine Mairie, eine Bürgermeisterei. Auch kirchlich wurde es frei. Am 01. März 1804 erhob Bischof Berdolet von Aachen die Donatus-Kapelle zur Pfarrkirche.

Aachen - Burtscheid

   Ein weißer Schwan schwarz befußt in einem Hirschgeweih auf dem Grind stehend.

Aachen – Eilendorf  

     Schildhaupt gespalten, im rechten blauen Schildteil oben gekreuzt in Gold Hammer und Schlegel, darunter eine goldene Blüte (Galmeiveilchen). Im linken roten Schildteil ein goldenes Büffelhorn.

 

Geschichte

Eilendorf wird urkundlich erstmals 1238 erwähnt, indem Reichsabt Florenz von Kornelimünster als Grundherr von Eilendorf die Schenkung eines Eilendorfer Zehntbezirks an das Aachener St.-Adalbert-Stift bestätigt. Selbstständige Pfarrei ist Eilendorf bereits seit 1293. Im Jahre 1340 wird die Ortschaft Nirm erstmals urkundlich genannt. Am 27. April 1900 ist die Ortschaft Nirm mit Eilendorf zu einer Dorfgemeinschaft vereinigt worden. Im 15. Jahrhundert lebte das Gebiet der Reichsabtei Kornelimünster und mit ihr auch die Herrschaft Eilendorf glücklich und in ruhigen Verhältnissen. Nach der kriegerischen Auseinandersetzung des 17. Jahrhunderts stand Eilendorf mit der gesamten Reichsabtei Kornelimünster im 18. Jahrhundert ganz im Zeichen kirchenpolitischer Auseinandersetzungen des Reichsabtes mit dem Kölner Erzbischof. Die Französische Revolution bereitete 1794 der Herrschaft des Abtes von Kornelimünster ein jähes Ende. Die Abtei wurde 1802 aufgelöst und die geistlichen Güter wurden zu Nationaleigentum erklärt. Das ehemalige abteiliche "Banpanhaus" oder Zwangs-Brauhaus gilt als das älteste der Eilendorfer Bauwerke, es wird heute "Panes" genannt. Schon 1864 begann man nach den Plänen des Kölner Baumeisters Heinrich Wiethase mit dem Bau einer größeren, dreischiffigen Kirche im neo-romanischen Stil, der heutigen Pfarrkirche Sankt Severin, deren Turm jedoch erst 1904 bis 1908 erneuert wurde. Einen Ruf besaß Eilendorf schon seit einigen Jahrhunderten durch die Eilendorfer Steinbrüche, die einen vortrefflichen Dolomit lieferten, sowie die Herstellung von Fett- und Wasserkalk, womit der Ort eine reiche Einnahmequelle hatte. Die Blüte im Wappen stellt ein Galmeiveilchen dar. Diese Blume ist überall dort anzutreffen, wo es Galmeivorkommen
gibt. Galmei ist ein Zinkerz, welches bei der Herstellung von Messing und bei der Zinkverhüttung Verwendung fand.

Aachen – Forst

 

Aachen – Haaren

    Schildhaupt geteilt, im oberen gelben Schildteil ein aufsteigender schwarzer rot bewehrter Adler, darunter im roten Schildteil ein grünes Kleeblatt.

 

Aachen – Laurensberg  

    Schildhaupt geviert, im oberen rechten weißen Schildteil ein heiliger Patron, im oberen linken Schildteil ein grüner Baum mit braunem Stamm. Im unteren rechten blauen Schildteil drei goldene Ähren und im unteren linken roten Schildteil ein schrägrechter blauer Wellenbalken.

Geschichte

Die erste urkundliche Nachricht über die Ortsbezeichnung St. Laurentii Bergh findet sich im Jahre 1218, als der Erzbischof die Kirche dem Aachener Marienstift schenkte, dessen Probst er vorher gewesen war. Laurensberg war schon zu diesem Zeitpunkt mit seiner Pfarrkirche Mittelpunkt eines ausgedehnten Kirchspiels, zu dem Orsbach, Seffent, Laurensberg, Vetschau und Soers sowie Richterich, Scheid, Horbach und Steinstraß gehörten. Laurensberg war aber bis zum 18. Jahrhundert kein selbständiges Gemeinwesen, sondern bildete im Aachener Reich  eine "Hirtschaft" oder ein "Quartier" und gehörte zur Grafschaft "Pont". Die Nähe der Aachener Pfalz dürfte die Ursache dafür sein, dass sich in diesem Gebiet der ehemals römischen Güter, die in fränkischen Fiskalbesitz übergegangen waren, bereits früh königliche Ministerialien ansiedelten und zahlreiche bedeutende Güter entstehen ließen, infolgedessen die Landwirtschaft, unterstützt von den Mühlen an den wasserreichen Bächen, dominierend blieb. Laurensberg wurde mit den Grenzen der alten Pfarre durch die neue Verwaltungsordnung erst eine Munizipalität, dann eine Mairie (Bürgermeisterei). Nach dem Untergang Napoleons zählte Laurensberg zur Rheinprovinz und damit zu Preußen.

 

 

Aachen – Kornelimünster                                           

   Geschichte

814 gründete der hl. Benedikt von Aniane am Indebach ein Kloster und eine Kirche, die unter Ludwig dem Frommen 817 geweiht wurden. 881 zerstörten die Normannen die Kirche, und ein Neubau wurde auf den alten Fundamenten errichtet. In der neuen Kirche werden Reliquien des hl. Papstes Cornelius aufbewahrt, die dem Kloster den Namen gaben. Ein reichsfreier Abt stand dem Konvent der Reichsabtei vor, deren weltliches Territorium das so genannte Münsterländische bildete. 1310 wurden Kirche und Kloster durch einen Brand vernichtet. Eine neue große gotische Kirche wurde gebaut, die in den nachfolgenden Jahrhunderten nach und nach erweitert wurde. Die Corneliuskapelle an der Ostseite wurde 1706 erbaut. 1865 wurden die Außenmauern mit den Fenstern nahezu ganz erneuert.

 

Abtei Kornelimünster

 

 Das Wappen des 1906 wieder gegründeten Klosters - die gekreuzten goldenen Abtsstäbe auf rotem Schild - ist identisch mit dem Wappen der alten, 1802 aufgehobenen Reichsabtei. Auf den Wappen der Äbte der alten Abtei ist das Klosterwappen meist in der Mitte der Familienwappen aufgesetzt.   

 

Aachen – Richterich

  

Geschichte

Das älteste Zeugnis über den Namen des Ortes findet sich aus dem 1. Drittel des 11. Jahrhunderts in einem Verzeichnis der Einkünfte des Aachener Münsterstiftes. Aus dieser alten Liste ist zu ersehen, dass die damals schon bestehende Kapelle in Richterich den 10. Teil ihrer Einkünfte nach Aachen abgeben musste. In der Zeit nach der römischen Besiedlung nahmen die Franken das Gebiet in Besitz. Aus der Siedlung und dem umliegenden Gebiet bildete man ein Fiskalgut, das zur Aachener Pfalz gehörte.Das Eigengut Richterich gehörte dem Pfalzgrafen von Aachen. Vorübergehend im Besitz der Herren von Heinsberg, wurde es im 13. Jahrhundert von Kaiser Friedrich II. zurückgenommen und dem Kölner Erzbischof Engelbert dem Heiligen geschenkt. Im Jahre 1312 kamen die Grafen von Jülich in den Pfandbesitz dieses Gebietes. 1361 bildete der Herzog Wilhelm II. von Jülich aus den Dörfern Richterich, Bank, Steinstraß (Horbach), Berensberg und Eygelshoven die Unterherrschaft Heyden, eine historische Namensgebung, die auch in heutigen Ortsbezeichnungen immer wieder erscheint. Der bemerkenswert selbständigen Herrschaft "zur Heyden" mit eigener Verfassung und eigener Gerichtsbarkeit wurde mit dem Ausbruch der französischen Revolution 1789 und dem Einmarsch der französischen Besatzungstruppen 1797 ein Ende bereitet, und das alte Feudalsystem aufgelöst. Die französische Besatzungsherrschaft endete 1814, nachdem Napoleon bei der Völkerschlacht in Leipzig vernichtet und geschlagen wurde. 1816 wird festgelegt, dass die Gemeinde Richterich zum Landkreis Aachen zu rechnen ist.

Aachen – Walheim

 

Geschichte

Bereits in der Römerzeit war das Land erschlossen. Bei Friesenrath lag ein beachtliches römisches Landhaus. Die Römerstraße, die von Aachen über Walheim weiter in die Eifel führte, verband noch später die Königshöfe Nütheim und Konzen mit Aachen. Ein Wachtturm zu Friesenrath diente wohl zu ihrer Überwachung. Walheim war eine der fünf Hunschaften des Münsterländchens. Seit Errichtung der Reichsabtei Kornelimünster 814 gehörte Walheim fast 1000 Jahre zum Abteigebiet. Der Hunschaftsleiter vertrat den Landesherren, den Abt. Erst das Ende des 18. Jahrhunderts brachte Erleichterung gegenüber der Reichsabtei. Von diesem Zeitpunkt an ging es mit der Eigenständigkeit der Gemeinde Walheim stetig aufwärts.

 

Alsdorf

 Die Grundlagen für die Erstellung des Alsdorfer Wappens unterlagen einem Irrtum  des Düsseldorfer Heraldikers. Deshalb wird auf die Erklärung verzichtet.

 

Alsdorf – Bettendorf

 Das Wappen zeigt in Gold drei schwarze Balken, darauf ein roter, aus der Senkrechten nach links geneigter Hirtenstab mit silberner Schaufel und Krümme.

Geschichte

Das Wappen gründet sich auf die in früherer Zeit dort vorhandenen Hutungsflächen und eine dementsprechende Nutzung durch Hirtenfamilien.

 

Baesweiler

 Schildhaupt von Gold über Blau geteilt. Im oberen Schildteil ein links gewendeter rot bezungter und -bewehrter wachsender schwarzer Löwe, im unteren Schildteil zwei gekreuzte und gestürzte silberne Pfeile.

Geschichte

Durch Neugliederungsgesetz vom 14.Dezember 1971 wurden die Gemeinden Baesweiler, Oidtweiler, Setterich und Puffendorf zusammengeschlossen; es wurde das Wappen des ehemaligen Amtes Baesweiler übernommen. Dieses geht auf ein Schöffensiegel (1556) zurück. Der Löwe deutet auf den Jülicher Landesherren, die Pfeile stellen vermutlich ein Sinnbild des örtlichen Schützenwesens dar.

 

Eschweiler

 Das Wappen der Stadt Eschweiler zeigt im goldenen Schildhaupt einen aufrecht stehenden schwarzen Löwen mit roter Zunge und roten Krallen, der in den Vorderpranken einen aufgerichteten blauen Schlüssel hält. Über dem Wappenschild befindet sich eine ziegelrote dreitürmige Mauerkrone.

Geschichte

Die Wappenfarben finden sich in den Eschweiler Stadtfarben schwarz/gelb/blau wieder. Die Ursprünge der Symbole lassen sich aus der frühen Geschichte Eschweilers herleiten. So deutet der Schlüssel auf die frühe Beziehung Eschweilers zur Kölner Domkirche hin. 1216 wird der Domhof in Eschweiler als Besitz der Kölner Domkirche zum ersten Mal erwähnt. Der Löwe verweist auf die Landesherrschaft der Jülicher Herzöge, die vom 14. bis 18. Jahrhundert die Herrschaft über Eschweiler innehatten. Die rote Mauerkrone ist Hinweis auf einen mittelalterlichen Marktflecken, dessen Kern von einer Stadtmauer umgeben war. Diese beiden Symbole, nämlich Petrus-Schlüssel der Kölner Domkirche und Jülicher Löwe, tauchen bereits sehr früh als Bestandteile eines Eschweiler Schöffensiegels auf. Dieses Schöffensiegel ist bis heute an einer Urkunde vom 24.12.1490 erhalten. Es unterscheidet sich vom abgebildeten Wappen nur in einem Detail: der Löwe hält den Schlüssel nicht in seinen Pranken, sondern er ist links neben dem Löwen abgebildet.

 

Eschweiler – Dürwiß

   Im silbernen Schildhaupt ein schwarzer Balken, darüber zwei und darunter eine rote Rose.

 

Eschweiler – Kinzweiler

   Im goldenen Schildhaupt in Silber, der heilige Georg mit einem erlegtem grünen Drachen, in der rechten Hand ein schwarzes Schild, darin ein rechts gewendeter schreitender silbernen Löwe mit goldener Krone.

 

Eschweiler – Laurenzberg

   Im goldenen Schildhaupt ein schräg gelegter roter Rost.

 

Eschweiler – Lohn

   Im silbernen Schildhaupt drei grüne Lindenblätter.

 

Eschweiler – Nothberg

   Im roten Schildhaupt eine silbernes Burgtor, in deren Portal ein goldenes Schild, darin ein nach rechts schreitender Löwe. http://www.eschweiler.de/

 

Eschweiler – Weisweiler

   Im gespaltenen Schildhaupt, im rechten roten Schildteil ein mit drei Zinnen bewehrter goldener Turm, der in schwarz über der geschlossenen Rundbogentür rechteckig gestaltete Fenster aufweist. Im linken schwarzen Schildteil drei goldene Balken. http://www.eschweiler.de/

 

Herzogenrath

   Im silbernen Schildhaupt ein rechts gewendeter schreitender gold bewehrter und gold bezungter doppelschwänziger roter Löwe.

 

Geschichte

Der Mittelpunkt der Stadt Herzogenrath hat eine weit zurückreichende Besiedlungsgeschichte; der heutige Ortsteil Afden, bereits 1116 in den "annales rodenses" erwähnt, ist eine Siedlung keltischen Ursprungs. Der Ursprung von Herzogenrath kann in der Burg nachvollzogen werden, die 1104 in den Klosterrather Jahrbüchern als "castrum rodense" erwähnt wird. Besitzer dieser Burg waren die Grafen von Saffenberg, die hier auch eine wichtige Zollstätte hatten. Die Burgsiedlung wird ebenfalls 1104 als "castrensis viculus" erwähnt.  Jahrhundertelange Streitigkeiten zwischen den Saffenbergern und den Grafen von Limburg wurden schließlich durch Heirat und den Übergang von Burg und Land Rode an die Limburger Herzöge beendet. 1282 ist dann der Name "s' Hertogenrode" gleich "des Herzogs Rodung" urkundlich verbürgt. Am 19. Mai des gleichen Jahres wurde dann der Stadt Rode durch Kaiser Rudolf von Habsburg das Münzrecht verliehen. Diese Kaiserurkunde ist noch erhalten und begründet die Stadtrechte von Herzogenrath. Die Stadtrechte gingen allerdings 1815 wieder verloren, als der Wiener Kongress das Land Rode, das über Jahrhunderte hinweg auf eine gemeinsame Geschichte verweisen konnte, teilte, wobei die eine Hälfte an die Vereinigten Niederlande fiel, während die andere Hälfte mit der Stadt zu Preußen kam. Unter der preußischen Herrschaft gewann Herzogenrath ständig an Bedeutung, so dass ihm 1919 auch das Stadtrecht wieder zuerkannt und die Genehmigung zur Führung des alten Siegels erteilt wurde.

 

Herzogenrath – Kohlscheid

   Im weißen Schildhaupt ein schwarzer Balken, darüber zwei und darunter ein schwarzer Hammer.

Geschichte

Das Ortsgebiet von Kohlscheid war wahrscheinlich schon vor 2000 Jahren besiedelt. Im Jahr 1113 wurden erstmals die reichen Steinkohlevorkommen erwähnt. Kohlscheid verdankt seine Entwicklung auch der Bergbauindustrie, aber auch den anderen in seinen Grenzen beheimateten Industriezweigen. Während die ersten Anfänge einer industriellen Entwicklung in Herzogenrath dem Steinkohlebergbau zu verdanken sind.

  

Herzogenrath – Merkstein

  

Geschichte

Im 11. jahrhundert gehörten Merkstein ebenso wie die Festung Rode, Kirchrath und Afden zum Besitz des Grafengeschlechts Saffenberg. Der Abt von Klosterrath war der Grundherr von Merkstein, bis es durch Heirat der Saffenberger Erbtochter mit Heinrich 11. von Limburg unter die Herrschaft der Herzöge von Limburg kam. Im 16. jahrhundert waren die Brabanter Herrscher über Merkstein und Rode. 1794 besetzten die Franzosen die "Mairie Merkstein". Sie verwalteten es nach französischem Muster und ordneten es dem Kanton, Herzogenrath zu, der dem Arrondissement Maastricht, Departement Niedermaas, angehörte. Der Wiener Kongress beschloss 1815, Merkstein dem Großherzogtum des Niederrheins zu unterstellen. Im Jahr 1846 wurden Merkstein und Herzogenrath unter eine gemeinsame Verwaltung gestellt. Der Aufstieg der ländlichen Ortschaft zu einer schnell wachsenden Industriegemeinde war eng mit der Entwicklung des Steinkohlebergbaus verbunden. Aus neuen Wohngebieten und den bereits vorhandenen landwirtschaftlichen Anwesen bildete sich der Ortskern der neuen Industriegemeinde Merkstein.

 

Monschau

 

Auf goldenem Schildhaupt, einen links gewendeten schwarzen rot bezungten Löwen,  der ein Schildchen mit neun roten Münzen oder Scheiben ( 4, 3, 2 ) hält.  

Geschichte

Das Wappenbild wurde von einem Oblatensiegel entnommen, welches der Huldigungsurkunde von Bürgermeister und Rat der Stadt „Montjoye“ vom 13. Dezember 1666 aufgedruckt ist. Das Oblatensiegel zeigt den links gewendeten Löwen der Herzöge von Jülich, welcher ein Schild der Herren von Schönforst hält. Das Wappen dieser Herren zeigt wiederum neun gestellte rote Münzen, Scheiben oder Kugeln in ihrem Schild.

 

Monschau – Höfen

 

Geschichte

Die unermesslichen Wälder waren verantwortlich für das Aufblühen von Höfen. Ursprünglich war der Ort eine Siedlung von vier Einzelhöfen, heute ist er eine stattliche Gemeinde mit ansprechendem Dorfzentrum (Kirche, Schule, Turnhalle) in der Ortsmitte neben der reizvollen Grünanlage "Schwanenteich" gegenüber der früheren Molkerei. Stattliche Bauernhöfe haben den Krieg überstanden. Typisch sind die zur Hof- bzw. Sonnenseite zweistöckigen Häuser mit vorgebauter Stube, deren Dächer auf der Windseite bis fast zum Boden reichen.

 

Monschau – Imgenbroich



Geschichte

Imgenbroich ist ein "Ausnahme-Dorf" und war es, rein äußerlich vor dem Krieg noch viel mehr, als eine breite, gepflasterte Straße sich durch das Dorf zog, an der stattliche Bürgerhäuser standen. Das waren die Häuser der Tuchmacherfamilien, die den Grundstein zum Ruhm der Monschauer Tuche legten. Durch sie erhielt der Ort seine Bedeutung. Die einheimische Tuchmacherfamilie Offermann (um 1670) war maßgeblich an der Entwicklung beteiligt. Zwischen 1770 und 1790 war Imgenbroich so bedeutend, dass die wenigen evangelischen Familien sich nach der Kirche in Menzerath (1683) eine eigene Kirche in Imgenbroich bauen konnten; der jetzigen katholischen Kirche ging um 1690 ein Kapellenbau voraus.

 

Monschau – Kalterherberg

       

Geschichte                                

In der Tauschurkunde vom 25. Juni 1361 taucht erstmals der Name "Kalde Herberge" auf für die weithin gestreckte Höhengemeinde mit ihren zahllosen alten Bruchstein- und Fachwerkhäusern. Unübersehbar ragt mitten im Dorf der "Eifeldom" empor, den der noch heute hoch geehrte Pfarrer Arnoldy 1901 bauen ließ. Das unterhalb von Kalterherberg liegende Kloster Reichenstein diente unter anderem zur Beherbergung der Reisenden an der Straße Aachen-Trier. Man darf annehmen, dass die Errichtung einer (zusätzlichen) "Kalden Herberge", aus der sich das Dorf entwickelte, vor 1361 liegt. 1550 bestand bereits eine dem heiligen Lambertus geweihte Kapelle. Der Wanderer kann im Dorf die unterschiedlichen Haustypen des Vennrandgebietes studieren: das auf eine Urform zurückgehende Steinhaus mit Kamin und Eingang im Giebel bei beidseitig tief herunter gezogenem Dach sowie die fränkische Form mit dem Eingang an der Langseite und dem mitten im Haus stehenden Kamin, zumeist in Fachwerk auf Bruchsteinsockel gebaut, ferner ein aus Torflagerhallen entwickeltes Langhaus.

 

Monschau – Konzen

 

Geschichte

Der geschichtsträchtigste Ort des ganzen Monschauer Landes ist Konzen, dessen frühester Name Compendium auf eine spätestens römische Erstbesiedlung hinweist. Hier stand einer jener karolingischen Königshöfe, die König Arnulf von Kärnten 888 bestätigte, abgabepflichtig mit dem Neunten an das Aachener Marienstift. Konzen ist Ausgangspunkt der Christianisierung wie der Besiedlung des Monschauer Landes. Hier wurde das erste christliche Gotteshaus errichtet. Darüber hinaus war Konzens Bedeutung auch auf weltlichem Gebiet lange Zeit hindurch größer als die Monschaus. Hier war der Gerichtssitz des Monschauer Landes, hier war auch der Sitz der Forstverwaltung für die riesigen Waldungen zwischen Aachen und Düren. Konzen hat sich seinen geschichtlichen Sinn bewahrt, wie ein Besuch in der geschickt erweiterten Kirche zeigt mit ihrem Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert und den Grabmalen im gotischen Chor zeigt.

 

Monschau – Mützenich

     

Geschichte

Trägt Kalterherberg einen leicht zu deutenden deutschen Namen, so weist der Ortsname Mützenich, Mutiniacum, auf eine ursprünglich römische Ansiedlung hin. In der Tat fand man im Torfmoor 1783 unter einem Knüppeldamm mit tiefen Radspuren die Leiche eines mit kompletter Rüstung bekleideten römischen Legionärs. Eine Abbildung des Helmes ist Teil des Gemeindewappens. Das ungewöhnlich ausgedehnte Dorf, das durch die belgische Bahnlinie und seine nach den Kriegen belgisch gewordenen Wälder ringsum von belgischem Gebiet umgeben ist, bietet durch seine gepflegten Windschutzhecken und die nach Osten ausgerichteten Giebel der alten Wohnhäuser ein schönes Bild. Jeder Hof liegt wie eine Insel, von Hecken umgeben, in seiner Flur. Die Kirche, nach dem letzten Krieg erweitert, besitzt einen großfigürlichen Kreuzweg in Sgrafitto-Technik und sehenswerte Kupfertreibarbeiten an der Kanzlei.

 

Monschau – Rohren

 

Geschichte

Der Ortsname weist auf die Entstehung hin: Ursprünglich eine Rodung, deren Einwohner sich als Waldbauern ernährten. Sie stellten als Handelsware Holzschüsseln (Schottele) zum Rahmabsetzen her, während das nahe belgische Raeren Kannen brannte: Kanne Roare dort und Schottelches Roare hier. Die im Krieg zerstörte Kirche, in der eine prächtige Barock-Madonna aufbewahrt wird, wurde wie ein Eifelhaus mit tief gezogenem Dach wieder aufgebaut; ihre Vorgängerin entstand schon 1700.

 

Roetgen

   Im roten Schildhaupt ein silberner Drache, durchstoßen von einem schrägrechten goldenen Speer mit einem Kreuz.

 

Geschichte

Erkennbar wird die Geschichte des Ortes durch die Bezeugung einer Urkunde aus dem Jahr 1430, die das Erbrecht am Vichtbach beschreibt und Voraussetzung für die Anlage des Mulartswerkes war. Die Wasserkraft der Vicht diente der Mulatshütte annähernd 300 Jahre. Nach Beschäftigung im Tuchmachergewerbe während des 18. Jahrhunderts war im 19. Jahrhundert landwirtschaftliche Nutzung die Lebensbasis der meisten Einwohner. Durch ihre grünen Fluren und sanft aufsteigenden Höhenzüge (ca. 350 bis 580 m) sowie dem besonderen Reiz des südwestlich gelegenen Hohen Venns ist sie von Natur aus zum Erholungsgebiet geschaffen. Schon zur Römerzeit wies Roetgens Territorium einen wichtigen Straßenstern auf. Hier kreuzten wichtige Verkehrswege von Xanten über Aachen nach Trier und von Düren über Stolberg nach Eupen und Lüttich. Eine Besiedlung der im fränkischen Herrschaftsgebiet liegenden Gemeinden fand jedoch erst in der mittelalterlichen Rodungsperiode statt. In der so genannten "Roetgener Mulde" haben Roetgenbach, Schleebach, Grölisbach und Dreilägerbach ihr Quellgebiet. Sie füllen begründend den größten Bach des Gemeindegebietes, den Vichtbach, dessen Talverlauf hier beginnt. Auch der Lenzbach und Rommerichbach mit seinen Teichanlagen beleben die landschaftlich schöne Lage der Gemeinde.

 

Simmerath

 Schildhaupt in Gold, darauf ein blaues „S“ gelegt.

 

Geschichte

Zur Römerzeit führte eine Straße, von Konzen kommend, an Simmerath vorbei über Kesternich nach Einruhr zur Heilsteinquelle. Zahlreiche archäologische Funde bezeugen eine erste umfangreiche Erschließung des hiesigen Raumes durch die Römer im 2. u. 3. Jhdt. n. Chr. Eine erste Aktenerwähnung Simmeraths findet sich in dem Waldrecht von 1342, wo ein "Hof zo Semmenrode" genannt ist. Nach 1300 wurde Simmerath als eigener Kirchenbezirk von der Konzener Mutterpfarre abgetrennt. Der 1346 erstmals genannten Simmerather Pfarrei unterstanden die folgenden Ortschaften (erwähnt um 1560): Simmerath, Kesternich, Dedenborn, Strauch, Rollesbroich, Witzerath, Lammersdorf, Paustenbach, Schmidt, Kommerscheidt, Vossenack, Zweifall und Mulartshütte. Genau wie das gesamte Monschauer Land fiel auch Simmerath 1435 an das Herzogtum Jülich. Während der langen, wechselvollen Geschichte Simmeraths hatten seine Bewohner häufig große Not und Leid zu ertragen, wie beispielsweise 1543 im Krieg des Herzogs von Jülich gegen den deutschen Kaiser. Auch Seuchen und Hungersnöte, wie in dem Pestjahr 1636, brachten große Schicksalsschläge für die damalige Bevölkerung. Nicht zuletzt die beiden Weltkriege unseres Jahrhunderts haben tiefe Wunden gerissen und große Opfer gefordert. Besonders die Ortschaften unserer Gemeinde, die hinter dem Westwall lagen, wurden im Winter 1944/45 bei dem Vormarsch der Alliierten stark zerstört. Nach dem Krieg wurde relativ schnell mit dem Wiederaufbau begonnen. Das blaue „S“ steht für die nach der Kommunalen Neugliederung 1972 entstandenen Gemeinde Simmerath und für ihre Lage an zwei Seen. Der goldene Wappengrund deutet auf die frühere Zugehörigkeit zur Landesherrschaft Jülich hin.  

 Simmerath – Lammersdorf

  Im zwei geteilten Schildhaupt, im oberen blauen Schildteil ein silberner Gießerlöffel (Gießpfanne), im unteren goldenen Schildteil zwei grüne gekreuzte Blätter.  

Geschichte                                                                                                                                            

Der Gießerlöffel spielt auf die Eisengießerei im Ort an.

 

Stolberg

 Das Stolberger Wappen zeigt einen roten mit goldenen Schindeln bestreuten Schildhaupt, darin einen aufgerichteten, nach rechts springenden Löwen, der mit einem Turnierkragen überlegt ist. Der Turnierkragen, auch Bank, Steg, Brücke genannt, besitzt die Gestalt eines abwärts gezinnten Balkens mit fünf Zinnen oder Lätzen.

Geschichte                                                                                                                                            

Es zeugt vom historischen Sinn der Selbstverwaltungsorgane und der Bürgerschaft, als sie sich 1880 für dieses Wappen entschieden, das zurückgeht auf Siegel und Wappen der ehemaligen Burgherren. Denn ihnen und dem Bau der Burg, die noch heute das Wahrzeichen der Stadt ist, verdankt Stolberg Entstehung und Namen.

Würselen

  Geschichte                                                                                                                    

Wie im Wappen der früheren Gemeinde Bardenberg verweisen auch im viergeteilten Würselener Stadtwappen aus dem Jahre 1922 im unteren rechten Schildteil silberner Hammer und Schlägel auf grünem Grund über goldenem Dreiberg auf den Bergbau. Daneben im linken unteren Schildteil das abgebildete schwarze Kreuz auf silbernem Grund weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Erzdiözese Köln hin. Das obere rechte Schildteil zeigt auf goldenem Grund den schwarzen, rot bewehrten Reichsadler als Hinweis auf die einstige Zugehörigkeit zum „Aachener Reich“. Im linken oberen Schildteil auf grünem Grund einen schräglinken silbernen Wellenbalken als Hinweis auf die Wurm, das bedeutendste fließende Gewässer im Stadtgebiet.

Würselen – Bardenberg

    Geschichte

In Bardenberg, an der ehemaligen Grenze zwischen dem Herzogtum Jülich und dem Aachener Reich, errichtete Graf Wilhelm IV. im 13. Jahrhundert als Grenzbefestigung und Schutzburg die Burg "Wilhelmstein", hoch über dem Wurmtal.

 

Würselen – Broichweiden

   Schildhaupt geteilt und oben gespalten. Im oberen rechten goldenen Schildteil ein rot bewehrter schwarzer Adler, im oberen linken goldenen Schildteil ein rot bewehrter und rot bezungter rechts gewendeter schwarzer Löwe. Im unteren grünen Schildteil ein silbernes Flugzeug.