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Wappen in der
Verbandsgemeinde Daun

gesammelt von Peter Lönnendonker
mit freundlicher Unterstützung von Raimund Reuter
 

 

VG Daun

Im rot bordierten und gespalten Schildhaupt im rechten silbernen Schildteil ein rotes Kreuz, im linken goldenen Schildteil ein aus drei Rechts- und drei Linksschrägleisten gebildetes rotes Gitter.

Geschichte

Das rote Kreuz im silbernen rechten Wappenteil, bezieht sich auf die bis Ende der Feudalzeit dauernde Zugehörigkeit zum Fürstentum Trier. Das rote Gitter auf goldenem Grund war das Stammwappen der Herren und späteren Grafen von Daun.

 

Ortsgemeinde  Betteldorf

Unter rotem Schildhaupt, darin eine goldene Zange, in Gold ein grünes Schrägkreuz, belegt mit einer roten Mispel mit goldenem Butzen.

Geschichte

Die Ortspatronin von Betteldorf ist die heilige Apollonia, der Attribut die Zange, im oberen Wappenteil wiedergegeben ist. Das grüne Schrägkreuz weist auf die Römerstraßen hin, die sich südwestlich des "Döhmberges" kreuzten. Die frühe römische Besiedelung ist auch durch bedeutende Münzschatzfunde dokumentiert. In der Feudalzeit gehörte der Ort zunächst zum Herrschaftsbereich Manderscheid und fiel nach Aussterben der Adelslinie an den Herzog von Arenberg. Die rote Mispel mit goldenem Butzen ist deren Wappen entnommen. Die Farben Rot und Gold sind dem Wappen der Grafen von Manderscheid entliehen.

 

Ortsgemeinde  Bleckhausen

Im silbernen Schildhaupt ein roter Schrägrechtsbalken belegt mit einer goldenen Zickzackleiste. Im oberen linken Schildteil ein schwarzer T-balken und im unteren rechten Schildteil drei blaue Wellenbalken.

Geschichte

Die goldene Zickzackleiste im roten Balken ist in umgekehrten Farben dem Wappen der Grafen von Manderscheid entlehnt, in deren Besitz es von je her war. Ortspatron von Bleckhausen ist der heilige Antonius, dessen Attribut das Antoniuskreuz im oberen Wappenteil wiedergegeben ist. Die blauen Wellenbalken im unteren Wappenteil symbolisieren die Gemarkungsgrenzen und die landschaftliche Umgebung durch reizvolle Bachtäler (Kleine Kyll, Waldbach, Trombach).

 

Ortsgemeinde  Brockscheid

Schildhaupt durch eine oben gezinnte schwarze Leiste geteilt. Im oberen silbernen Schildteil drei rote Kronen, im unteren goldenen Schildteil eine rote Glocke.

Geschichte

Brockscheid hat eine lange bewegte Geschichte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 9.6.1161. Papst Viktor der IV. bestätigte der Abtei Echternach die Verkündigung der Lehre Christi in Broxsceith (=Brockscheid) und Texscith (=Tettscheid). Brockscheid bildet eine eigene Pfarrei. Es ist der südlichste Pfarrort der alten Diözese Köln. 1804 werden der Pfarrei Brockscheid dann die beiden Orte Udler (bis dahin zur Pfarrei Weinfeld gehörend) und Tettscheid (bisher Mehren) zugeteilt. Diese Pfarrei besteht auch heute noch in dieser Form. Bis zum Jahr 1867 waren die heiligen drei Könige die drei Hauptpatrone des Ortes und der Kirche, deshalb die drei roten Kronen im oberen Wappenteil. Ab 1868 erscheint die heilige Ursula als Hauptpatronin. Auch sie wird häufig mit einer Krone dargestellt. Ebenfalls eng mit der Ortsgeschichte verbunden ist die Burg Freudenstein, deren Ruine auch heute noch in Form von Stein und Geröll im Brockscheider Wald zu sehen ist. Um 1340 wird die Existenz der Burg erwähnt. Brockscheid gehörte damals zur Grafschaft Daun, Schloss Freudenstein allerdings dem Grafen von Luxemburg. Insofern gibt es keine offizielle Beziehung des Ortes zum Schloss Freudenstein. Allerdings hat die Burg auf Brockscheider Boden geprägt. Die schwarze Zinnenleiste im Wappen soll auf die Ruine Freudenstein hinweisen, bei der es sich um einen Stützpunkt des Königs Johann von Böhmen als Graf von Luxemburg gehandelt hat. Die Glocke im unteren Wappenteil verdeutlicht, dass seit 1840 in Brockscheid Glocken gegossen werden und der Ort auch als „Glockengießerdorf“ bezeichnet wird. Die Glockengusskunst hat Brockscheid bis heute berühmt  gemacht. Weltweit läuten diese besonderen Musikinstrumente. Die Farben Rot und Gold sind die Wappenfarben der Herren von Daun, die das Patronatsrecht der Kirche in Brockscheid innehatten.

 

Ortsgemeinde  Darscheid

Im grünen Schildhaupt ein goldener schräglinks Balken belegt mit einer roten Zickzackleiste. Im rechten oberen Schildteil ein silbernes Horn und im linken unteren Schildteil ein schräg aufgerichtetes silbernes Schwert.

Geschichte

Darscheid wurde 1354 erstmalig beurkundet. In dieser Zeit gehörte Darscheid zu der Herrschaft der Grafen von Daun, nach deren Aussterben 1420 folgten die späteren Grafen von Manderscheid. Nach den Weistümern des 15. Jahrhunderts hatten sie in Darscheid einen Dinghof. Deren Wappen war in Gold ein roter Zickzackbalken, die hier im schräglinken Wappenteil wiedergegeben sind. Orts- und Kirchenpatron ist der heilige Kornelius, für ihn steht das Horn im oberen rechten Wappenteil als Symbol. Er wird am Kircheneingang, mit einem Horn dargestellt. Das Schwert im unteren linken Wappenteil steht für  auf „Thommen“, dies war eine alte Richtstätte des Campbücheler Hochgerichts. 

 

Stadt Daun

 

Im goldenen Schildhaupt, ein aus drei rechten und drei linken Schrägleisten gebildetes Gitter. Über dem Wappen eine rot Mauerkrone.

Geschichte

Der Name Daun ist aus dem keltischen "dunum" (befestigte Anlage) abgeleitet. "Dune" nannten sich schon um 1000 die edlen Herren von Daun, in späterer Zeit übernahmen diesen Namen auch Dauner Burgmannengeschlechter. Das Wappen von Daun nimmt Bezug auf die Geschichte der Stadt. Bereits die Vorfahren der Dauner Grafen von Daun führten das Gitter im Wappen. 1075 wird Daun erstmals urkundlich durch einen Bürger Adalbero de Duna erwähnt. 1373 wird Daun erstmals als Stadt erwähnt. Im Jahr 1346 folgte die Verleihung der Stadtrechte mit eigenem Marktrecht. Gleichzeitig wird Daun Standort eines Hochgerichtes. Im Jahre 1712 wird das kurtrierische Amtshaus auf dem Burgberg durch den Trierer Kurfürst und Erzbischof Karl-Josef erbaut. Die Mauerkrone kam wieder 1951, mit der Erhebung zur Stadt, hinzu. Berühmteste Dauner sind zweifellos die Grafen von Daun. Graf Winrich und sein Sohn, Graf Leopold, die sich auf Straßenschildern der Stadt wieder finden.

 

Ortsgemeinde  Demerath

Wappen der Ortsgemeinde Demerath

Im geteilten Schildhaupt, im oberen silbernen Schildteil schräggekreuzt ein rotes Schwert mit schwarzem Griff und ein roter Schlüssel. Darunter im grünen Schildteil ein goldener Stein, aus dem unteren Schildrand wachsend, darüber zwei goldene Eichenblätter mit je einer goldenen Eichel.

Geschichte

Die Farben Rot auf silbernem Grund im oberen Wappenteil stehen als Hinweis auf die Zugehörigkeit zum ehemaligen Kurfürstentum Trier. Orts- und Kirchenpatrone von Demerath sind die heiligen Petrus und Paulus, ihre Attribute Schlüssel und Schwert sind im oberen Wappenteil wiedergegeben. Der Stein im unteren Drittel stellt den Gerichtsstein vor der Kirche dar und die Eichenblätter darüber die Eiche aus der Französischen Revolution, unter der dieser Gerichtsstein stand. Das damalige Hochgericht, welches in der Ortsgemeinde Demerath tagte, vollzog seine Todes- und Verstüm-melungsstrafen auf dem Gerichtsstein. Der Grundton Grün im unteren Drittel des Schildes steht für die landschaftlich reizvolle Lage des Ortes.

 

Ortsgemeinde  Deudesfeld

 

Im geteilten Schildhaupt oben im schwarzem Schildteil ein rot-silbern geschachter Schrägrechtsbalken, unten im silbernen Schildteil über kreuz eine blaue Axt und ein blaues Beil mit schwarzen Stielen.

Geschichte

Das Kloster St. Thomas an der Kyll verdankt sein Bestehen Deudesfeld. Es war der Ritter Ludwig von Deudesfeld, der 1185 das adelige Zisterzienserinnenkloster in Erlesburen, so der frühere Name St. Thomas, gegründet hat. Zur Erinnerung an diese bedeutsame geschichtliche Tatsache nahm Deudesfeld das Zeichen des Zisterzienserordens, einen rot-weiß geschachteten Balken in Schwarz auf.  Ortspatron von Deudesfeld, das bis 1800 im Amt Manderscheid zum Kurfürstentum Trier zählte, sind seit altersher die Apostel Simon und Judas Thaddäus. Sie führen als Symbol Schreinerwerkzeuge Säge, Beil und Winkelmaß. Als Hinweis auf die beiden Ortspatrone sind daher Axt und Beil im unteren Schild wiedergegeben.

 

Ortsgemeinde  Dockweiler

Unter rotem Schildhaupt darin ein Zickzackbalken, schräglinks geteilt. Im rechten silbernen Schildteil ein schwarzes Rost, im linken roten Schildteil eine doppelblättrige goldene Rose mit rotem Butzen.

Geschichte

1136 wurde Dockweiler erstmals bei der Aufzählung von Gütern des Kloster Springiersbach, erwähnt.

Der goldene Sparrenbalken auf rotem Grund steht in umgedrehten Farben für die Jahrhunderte lange Grundherrschaft der Grafen von Manderscheid-Schleiden. Orts- und Kirchenpatron von Dockweiler ist der heilige St. Laurentius. Er wird durch dass Rost symbolisiert. Durch Erbteilung kam der Ort zum Herzogtum Arenberg. Die Herrschaft Arenberg führte in ihrem Wappen drei Rosen. Eine Rose wurde aus diesem Grunde in das Ortswappen aufgenommen.

 

Ortsgemeinde  Dreis-Brück

In geteilten Schildhaupt, im oberen rotem Schildteil drei goldene Rosen mit roten Butzen. Darunter im silbernen Schildteil eine schwarze Bogenbrücke mit zwei Pfeilern, darüber ein blauer Zweischalenbrunnen mit geteiltem, blauen Wasserstrahl.

Geschichte

Das Wappen nimmt Bezug auf die geschichtliche Vergangenheit der Ortsgemeinde. Die Geschichte des Ortsteils Dreis geht nachweißlich bis ins 12. Jahrhundert zurück, der Ortsteil Brück wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Die früheren selbständigen Ortsteile Dreis und Brück gehörten zur Herrschaft der Grafen von Manderscheid als Besitzer der Grafschaft Kerpen. Hierfür stehen im oberen Schildteil die Farben Rot und Gold. Durch Erbteilung gehörten die Orte später zum Herzogtum Arenberg, aus deren Siegel die drei Rosen im oberen Wappenteil übernommen wurden. Der untere Teil des Wappens ist redend. Die schwarze Bogenbrücke soll den Ortsnamen Brück darstellen. Der darüber stehende blaue Zweischalenbrunnen weist auf die Sprudelquellen („Drees“) hin, denen der Ortsteil Dreis seinen Namen verdankt. Mit der Brunnendarstellung und den zwei Wasserstrahlen wird ferner dokumentiert, dass sich in Dreis mit der „Vulkania-Quelle“ eine staatlich anerkannte Heilquelle befindet.  

 

Ortsgemeinde  Ellscheid

Schildhaupt schräglinks geteilt. Im oberen rechten silbernen Schildteil ein rotes Antoniuskreuz mit zwei Glöckchen, im unteren linken blauen Schildteil drei silberne Fische.

Geschichte

Der Name Ellscheid deutet auf die Entstehung des Ortes in der 2. fränkischen Siedlungsperiode von etwa 800 bis 1200 n. Chr. hin. Der Ort dürfte in der späteren Besiedlungsphase entstanden sein, da zunächst die Orte auf –feld und –rath entstanden. Die Franken siedelten gerne an geschützten Hängen in der Nähe von Wasser. Der Ursprung des Ortes könnte im Flur ‚Struthsuhr‘, wo Mauerreste gefunden wurden, liegen. Nach der Zerstörung des Dorfes durch die Franzosen flüchteten die Einwohner in den heutigen Flur ‚Hunzestall‘, der abseits in einem Seitental des Mürmes liegt. In zwei noch heute sichtbaren tiefen Einschnitten sollen die Einwohner und das Vieh die harte Zeit überlebt haben. Danach wurde das Dorf an der Stelle, wo es heute steht, neu aufgebaut. Die Kirche wurde im Jahre 1772 errichtet wie auf dem Torbogen zum Kirchenraum ersichtlich ist. Die Statuen der Mutter Gottes, des hl. Antonius und der hl. Luzia stammen aus dem 13. Jahrhundert, was auf eine frühere Kirche oder Kapelle hinweist. 1811 wurde der Glockenturm errichtet, in dem zunächst nur eine Glocke hing. Da die Kirche bei vielen kirchlichen Feiern zu klein war, wurde sie 1935 erweitert. Der heutige Altarraum und die Sakristei wurden angebaut. Orts- und Kirchenpatron ist der heilige Antonius der Eremit. Sein Attribut ist das Antoniuskreuz. Hier mit zwei Pilgerglöckchen versehen. Die drei silbernen Fische auf blauem Grund im unteren Wappenteil, weisen auf die drei kurfürstlichen Fischweiher Mürmesweiher, Finkenweiher und Mittelweiher hin, die auf der Ellscheider Gemarkung liegen.

Ortsgemeinde  Gefell

Schildhaupt geviert. Im rechten oberen grünen Schildteil eine silberne Zange, im linken oberen silbernen Schildteil ein rotes Balkenkreuz. Im rechten silbernen unteren Schildteil ein schwarzes Balkenkreuz, im linken unteren grünen Schildteil ein silberner Turm.

Geschichte

Gefell stand in der Feudalzeit seit 1357 weltlich gesehen unter der Herrschaft des Kurfürstentums Trier. Darauf weißt das rote Kreuz im silbernen linken oberen Wappenteil hin. Kirchlich aber gehörte der Filialort in der Pfarrei Beinhausen (Hilgerath) zum Erzbistum Köln. Hierauf weißt das schwarze Kreuz im unteren rechten silbernen Wappenteil hin. Das Dorf hat seinen Namen von dem ehemaligen kurtrierischen Straßenzoll (Gefälle, Gevelle) erhalten. Seit wann es in Gefell selbst eine Kapelle oder Gebetsstätte gibt ist nicht mehr nachvollziehbar. Auf einer Karte des ehemaligen Amtes in Daun von 1683 ist "in Gefell ein Oratoruim" eingezeichnet. 1734 wurde der heilige Elegius, ab 1830 die heilige Barbara verehrt. Die jetzige Kapelle ist im Jahre 1850 erbaut worden. Die Kapelle beinhaltet eine Holzfigur der heiligen Barbara aus der zeit um 1500. Die silberne Zange im rechten oberen grünen Schildteil ist das Attribut der heiligen Apolonia, die wie die Ortspatronin die heilige Barbara, deren Attribut der silberne Turm im unteren linken grünen Wappenteil wiedergegeben ist, in der Kapelle verehrt werden.

Ortsgemeinde  Gillenfeld

Schildhaupt durch Wellenschnitt geteilt. Im oberen silbernen Schildteil eine rote Krone (Kaiserkrone), im unteren blauen Schildteil ein silberner Krug.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Gillenfelds stammt aus dem Jahre 1016, als Kaiser Heinrich II dem Stift Sankt Florin in Koblenz das Markt-, Münz und Zollrecht zu „Gillivelt“ verlieh. Mit der Kaiserkrone im oberen Wappenteil wird darauf Bezug genommen. Der Wellenschnitt und die blaue Grundfarbe im unteren Wappenteil weisen auf die Gillenfelder Maare und auf den Vulkanismus hin. Vom Jahre 1016 bis 1795 übte der Florinsstift Koblenz die Grundherrschaft in Gillenfeld aus. Eine Reihe von Siegeldarstellungen des Florinsstiftes zeigt die Gestalt des heiligen Florin mit dem Weinkrug. Der Weinkrug im unteren Wappenteil steht für die 750 Jahre dauernde Grundherrschaft des Florinsstiftes.

 

Ortsgemeinde  Hinterweiler

Schild mit Bogen zum Schildhaupt geteilt. Oben auf silbernem Grund ein wachsender rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler, unten in Grün ein mit drei goldenen Ähren belegter, silberner Mühlstein.

Geschichte

In der Feudalzeit bis Ende 1794 gehörte der Ort zum Amt Daun im Erzstift Trier. Orts- und Kirchenpatron von Hinterweiler ist der Evangelist Johannes, dessen Attribut ein Adler, ist im oberen Wappenteil wiedergegeben. Der im unteren Wappenteil stehende grüne Berg, steht für den fast siebenhundert Meter hohen Ernstberges, an dessen Fuße vom Mittelalter bis etwa 1930 Mühlsteine gebrochen wurden. Die drei goldenen Ähren, weisen auf die Jahrhunderte lange Haupterwerbsquelle die Landwirtschaft hin.

 

Ortsgemeinde  Hörscheid

Im silbernen Schildhaupt in der Mitte ein senkrechter blauer Wellenstab, rechts davon ein rotes Balkenkreuz und links davon unten ein grünes Eichenblatt, darüber eine rote Flamme.

Geschichte

Das rote Balkenkreuz auf silbernem Grund im rechten Wappenteil weist darauf hin, dass Hörscheid über Jahrhunderte bis zum Ende der Feudalzeit zum kurtrierischen Amt Daun gehörte. Der blaue Wellenstab der das Wappen spaltet, symbolisiert, dass der Alfbach in der Gemarkung Hörscheid seinen Ursprung nimmt. Ortspatronin von Hörscheid ist die heilige Brigida, ihr Attribut die rote Flamme ist im oberen linken Wappenteil wiedergegeben. Das grüne Eichenblatt im unteren linken Wappenteil soll dokumentieren, dass der Name Hörscheid als „Bergwald“ gedeutet wird.

 

Ortsgemeinde  Immerath

Im silbernen Schildhaupt eine eingebogene grüne Spitze, darin eine silberne Kapelle mit schwarzem Dach. Im rechten Schildteil ein rotes durchgehendes Balkenkreuz, im linken Schildteil eine blaue Urne.

Geschichte

Bis zum Ende der Feudalzeit gehörte Immerath über Jahrhunderte hinweg zum kurtrierischen Amt Daun. Darauf hin weist das rote Balkenkreuz im rechten Wappenteil hin. In Immerath  wurden Funde sichergestellt, die Nachweislich auf eine römische Besiedlung hinweisen. Dazu gehören unter anderem die Mauerreste einer römischen Villa. Hierfür steht die blaue Urne im linken Schildteil. Die eingebogene grüne Spitze weist auf die landschaftlich reizvolle Umgebung des Dorfes hin. Die darin befindliche Kapelle versinnbildlicht die oberhalb des Dorfes auf markanter Höhe gelegene Dreifaltigkeitskapelle.

 

Ortsgemeinde  Kirchweiler

Im grünen Schildhaupt auf silbernem Dreiberg, darin zwei schräggekreuzte rote Schlüssel mit nach außen gewendeten Bärten, ein silbernes Hochkreuz auf einer silbernen Basaltkuppe.

Geschichte

Das Hochkreuz und die Basaltkuppe stellen das oberhalb des Dorfes stehende Pestkreuz „Auf dem Beuel“ dar. Die Landschaft um Kirchweiler wird durch bedeutende vulkanische Erhebungen wie Scharteberg und Ernstberg geprägt. Hierfür wurde der Dreiberg ins Wappen aufgenommen. Orts- und Pfarrpatron von Kirchweiler ist der heilige Petrus, sein Attribut die Schlüssel wurden dafür ins Wappen aufgenommen.

 

Ortsgemeinde  Kradenbach

Der silberne Schildhaupt wird durch einen blauen Wellenstab gespalten. Im rechten Schildteil ein rotes Balkenkreuz, im linken Schildteil übereinander drei rote Mitren.

Geschichte

Der blaue Wellenstab im Ortswappen, weist zum einen auf den Ortsnamen und zum anderen auf den Bach hin, der dem Ort seinen Namen gab, den Kradenbach. Von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zum Ende der Feudalzeit, gehörte Kradenbach zum Kurtrierischen Amt Daun. Hierauf weist im rechten Schildteil das kurtrierische Kreuz hin. Ortspatron von Kradenbach ist der heilige Maternus, sein Attribut die drei roten Mitren sind im linken Wappenteil wiedergegeben.

 

Ortsgemeinde  Mehren

Schildhaupt gespalten, im rechten silbernen Schildteil ein rotes Balkenkreuz, im linken grünen Schildteil eine silberne nach links gewendete Axt.

Geschichte

1282 und 1284 wird das Dorf Mehren erstmals urkundlich im Zusammenhang mit Schenkungen an das Kloster Prüm genannt. Das rote Balkenkreuz im silbernen Wappenteil weist auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit zur kurtrierischen Herrschaft im Amt Daun hin. In einem Kirchenregister des Erzbischofs Heinrich von Virneburg aus dem Jahr 1316 wird bereits die Pfarrei Meren geführt, die sich dann bis zum Jahre 1803 zu einer der größten und weitläufigsten Pfarrbezirke im sogenannten Eifeldekanat ausdehnen sollte. Ortspatron von Mehren ist der Apostel Matthias, für ihn steht die silberne Axt im Ortswappen. Die grüne Grundfarbe im linken Wappenteil soll auf die waldreiche und landschaftliche reizvolle Umgebung hinweisen.

 

Ortsgemeinde  Meisburg

Im geteilten Schildhaupt im oberen silbernen Schildteil ein rotes Balkenkreuz, im unteren schwarzen Schildteil ein rot-silbern geschachter Schrägrechtsbalken.

Geschichte

Nachweislich ist, dass Meisburg im Jahre 1229 bereits existierte. Die Eheleute Theoderich und Clarissa, Herren von Bruch, schenkten dem Kloster St. Thomas das Patronat und zwei Anteile am Zehnten zu Meisburg. Im Jahre 1330 war bereits eine Kirche aufgeführt und Meisburg gehörte zum kurtrierischen Amt Kyllburg. Dies soll das kurtrierische Kreuz im oberen Wappenteil versinnbildlichen. Das Kloster St. Thomas war in den folgenden Jahrhunderten bis zum Jahre 1794 Grundherr von Meisburg, dem auch das Patronatsrecht zustand. Der Neubau der Kirche erfolgte 1768 und die Erweiterung 1854. Aus diesem Grunde ist das Zisterzienser-Wappen im unteren Wappenteil aufgenommen.

 

Ortsgemeinde  Nerdlen

Schildhaupt geteilt, im oberen silbernen Schildteil ein grüner Erlenzweig mit drei Blättern, im unteren roten Schildteil ein halbes silbernes Rad.

Geschichte

Die Erlen im oberen Wappenteil weisen auf den Ortsnamen hin, der ursprünglich „zu de Erlen“ lautete.

Somit ist der obere Wappenteil redend. Patronin der kleinen Kapelle ist die heilige Katharina, diese wird durch das halbe Rad im unteren Wappenteil symbolisiert. 1eilt, ppenteil aufgenommen.l soll auf die waldreiche und land11

 

Ortsgemeinde  Niederstadtfeld

Im zweimal geteilten Schildhaupt, im oberen goldenen Schildteil ein roter Zickzackbalken, im mittleren roten Schildteil eine silberne Waage und im unteren silbernen Schildteil ein blaues Zahnrad.

Geschichte

Niederstadtfeld entwickelte sich aus dem „Hof Stadevelt“, der urkundlich 1005 zum ersten Mal genannt wurde. Es folgte eine wechselvolle Besitzerzeit, bis Niederstadtfeld 1565 in den Besitz der Grafen von Manderscheid kam. Dort verblieb der Ort bis zum Ende der Feudalzeit 1794. Darauf nimmt das Wappen der Grafen von Manderscheid im oberen Wappenteil Bezug. Niederstadtfeld besaß ein eigenes Gericht für sich, Schutz und Deudesfeld im Hochgericht Manderscheid. Hierauf verweist die Waage im mittleren Wappenteil. Das Zahnrad im unteren Wappenteil weist einmal auf die frühen handwerklichen Anfänge und zum anderen aber auch auf den heute ansässigen Industriebetrieb in Niederstadtfeld hin.

 

Ortsgemeinde  Oberstadtfeld

Im durch einen mit blauem Stufenbalken schrägrechts geteiltem Schildhaupt, im linken unteren rechten Schildteil eine Scheune mit schwarzem Tor und Dach, im linken oberen goldenen Schildteil eine rote Flamme.

Geschichte

Oberstadtfeld gehörte über Jahrhunderte zur Herrschaft von Pyrmont, aus diesem Grunde wurde der blaue Stufenbalken aus dem Pyrmonter Wappen in das Ortsgemeindewappen aufgenommen. Die Scheune im unteren rechten Wappenteil soll auf die dem Kurfürsten gehörenden vier Oberstadtfelder Höfe hinweisen. Ortspatronin ist die heilige Brigada, ihr Attribut ist die Flamme. Diese ist im oberen linken goldenen Wappenteil wiedergegeben.

 

Ortsgemeinde  Sarmersbach

Schildhaupt durch einen silbernen Wellenbalken geteilt, im oberen roten Schildteil ein silbernes Balkenkreuz, im unteren grünen Schildteil ein silberner, hersehender Hirschkopf mit Kreuz.

Geschichte

Das kurtrierische Wappen wird mit vertauschten Farben dargestellt. Das Balkenkreuz weist auf die Zugehörigkeit des Ortes in der Feudalzeit zum kurtrierischen Amt Daun hin. Der silberne Wellenbalken, der das Wappen teilt stellt den «Sarmersbach« dar, der dem Ort den Namen gegeben hat. Der silberne Hirschkopf versinnbildlicht den heiligen Hubertus, Patron der Pfarrei Hilgerath, zu der Sarmersbach seit jeher gehörte.

 

Ortsgemeinde  Saxler

Im blauen Schildhaupt ein schräglinker silberner Balken, belegt mit einer roten, langstieligen Schaufel. Im oberen rechten Schildteil ein silbernes Mühlrad, im linken unteren Schildteil ein silberner schräglinks nach unten gewendeter Fisch. 

Geschichte

Saxler gehörte in der Feudalzeit zum kurtrierischen Amt Daun. In der ersten urkundlichen Erwähnung aus dem Jahr 1286 erhielt Johann von Daun sein Schloss Sachsler mit Fischteichen und Mühle zum Lehen vom Erzbistum Köln. 1362 erwarb Erzbischof Werner von Trier Teile der Mühle, die 1479 ganz in den Besitz des Erzbistums überging. Auf kurtrierische Mühle und die Fischweiher weisen im Ortsgemeindewappen Rad und Fisch hin. Ortspatron ist der heilige Wendelinus, die langstielige Hirtenschaufel im silbernen Balken versinnbildlicht diesen.

 

Ortsgemeinde  Schalkenmehren

Im durch Wellenschnitt geteiltem Schildhaupt, im oberen blauen Schildteil eine silberne Kirche mit schwarzem Dach, im unteren silbernen Schildteil drei blaue Fische.

Geschichte

Die erste Erwähnung von Schalkenmehren findet sich in einer für das Kloster Himmerod ausgestellten Urkunde vom 25. November 1287. Die im oberen Schildteil dargestellte Kapelle Weinfeld ist das einzige Bauwerk, das von dem ehemaligen Dorf Weinfeld übrig geblieben ist. Die Bürger von Schalkenmehren werden auch heute noch auf dem um die Kirche gelegenen Friedhof bestattet. Die Wellenlinie, die den Wappenschild teilt, weist auf den Ort und die Maare hin. Die drei Fische symbolisieren, dass alle (Dauner) Maare, zumindest teilweise, auf der Gemarkung Schalkenmehren liegen. Deswegen auch die schöne Umschreibung, das Drei-Maare-Dorf.

 

Ortsgemeinde  Schönbach

Der silberne Schildhaupt, durch eine schräglinke blaue Wellenleiste geteilt. Im oberen rechten Schildteil ein rotes Balkenkreuz, im unteren linken Schildteil ein roter Schild mit neun goldenen Kugeln.

Geschichte

Die blaue Wellenleiste im Wappen weist auf den Bach hin, der Schönbach seinen Namen gab. Das rote Balkenkreuz im rechten oberen Wappenteil, verweist auf die von 1357 bis zum Ende der Feudalzeit bestehende Zugehörigkeit von Schönbach zum kurtrierischen Amt Daun hin. Ortspatron von Schönbach ist der heilige Quirinus, sein Attribut ein Schild der mit neun Kugeln belegt ist.

 

Ortsgemeinde  Schutz

Unter rotem Schildhaupt, darin ein goldener Zickzackbalken, im silbernen Schildteil ein grüner Berg, darin ein silbernes Mühlrad.

Geschichte

Der rote Wappenteil mit dem goldenen Zickzackbalken, stellt mit vertauschten Farben, das Wappen der Grafen von Manderscheid dar. Schutz war im Besitz der Grafen von Manderscheid und gehörte später zum kurtrierischen Amt Manderscheid. Der grüne Berg im unteren Wappenteil, symbolisiert den Burgberg, der die Landwirtschaft und das Dorf markant prägt. In Schutz wurden früher vier Mühlen betrieben, die erste bereits im Jahre 1238. Hierauf weist das Mühlrad im grünen Berg hin.

 

Ortsgemeinde  Steineberg

Auf silbernem Schildhaupt eine grüne Spitze, darin drei silberne Steine. Im rechten Schildteil ein rotes Schwert, im linken Schildteil eine rote Taube.

Geschichte

Der redende Teil des Wappens stellt die grüne Spitze mit den silbernen Steinen dar. Denn sie stehen für die „Steineberger Ley“ einem 560 Meter hohen Vulkankegel, der die landschaftliche Umgebung des Ortes entscheidend prägt. Auf diesem Berg errichteten die Kelten aus Basaltsteinen und Baumstämmen einen Schutzwall für die Bewohner, der ihnen als Fluchtberg diente. Berg und keltischer Ringwall (Steine) haben zur Namensgebung des Ortes geführt. Das Schwert im rechten Wappenteil steht für die so genannte „Schwedenschlacht“ aus dem 30jährigen Krieg, die in der nähe von Steineberg stattgefunden haben soll. Ortspatron von Steineberg ist der heilige Franz von Assis. Die Taube wurde als Symbol für ihn in den linken Wappenteil aufgenommen in Anlehnung an seine Predigt an die Vögel, weil er häufig mit ihnen dargestellt wird. 

 

Ortsgemeinde  Steiningen

Im grünen Schildhaupt ein schräglinker Wellenbalken, rechts oben davon eine silberne Kapelle, links unten ein silbernes Hufeisen begleitet von zwei fünfstrahligen Sternen.

Geschichte

Die Kapelle im oberen Wappenteil weist auf die Erasmus Kapelle unweit von Steiningen hin, wo früher das kleine Dorf „Allscheid“ stand, dessen Bewohner den Ort 1852 aufgaben um nach Amerika auszuwandern. Der Wellenbalken weist auf den Alfbach hin, der durch die grünen Auen fließt und das Landschaftsbild entscheidend mitprägt. Ortspatron ist der heilige Mauritius, dessen Symbole das Hufeisen und die Sterne sind. Sankt Mauritius ist auch der Schutzpatron der Pferde. Die Symbole weisen auch auf den seit 1749 nachgewiesen Brauch der Pferdesegnung hin.

 

Ortsgemeinde  Strohn

Der Schildhaupt ist durch eine silberne eingeschobene Spitze, darin eine rote Waage, gespalten. Im rechten oberen grünen Schildteil ein rot bezungter abgeschnittener goldener Löwenkopf. Im linken oberen grünen Schildteil ein weißer Mühlstein, belegt mit drei goldenen Ähren.

Geschichte

Im 12. Jahrhundert gehörte das Dorf zum Kloster Springiersbach. Der Löwenkopf im Ortswappen wurde deshalb hierfür aufgenommen, weil er auf mehreren Abtswappen des Klosters abgebildet ist. In der Feudalzeit fiel Strohn zum kurtrierischen Amt Daun. 1297 wurde der Ritter Richard von Daun vom Grafen Heinrich von Luxemburg mit dem Hofe Strohn belehnt. Mühlstein und Ähren wurden in das Wappen aufgenommen, weil sie die Strohner Mühlen symbolisieren, von denen auch heute noch eine in Betrieb ist und die bedeutende Landwirtschaft. Die Waage im unteren Wappenteil weist auf das im Mittelalter existierende „Strohner Hochgericht“ hin. Hierzu gehörte neben Strohn auch Mückeln, Oberscheidweiler und die Höfe Sprink und Trautzberg.

 

Ortsgemeinde  Strotzbüsch

Im geteilten Schildhaupt im oberen roten Schildteil eine silberne Waage mit einem silbernen Palmwedel. Im unteren goldenen Schildteil ein schwarzer, rot bewehrter doppelköpfiger Adler.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung als "Stroduadesbusch" stammt aus dem Jahr 1097. Im 14. Jahrhundert waren die Grafen von Katzenellnbogen Grundherren in Strotzbüsch. Im 15. Jahrhundert fiel der Ort durch Verkauf an das Erzbistum Trier und gehörte bis zum Ende der Feudalzeit zum kurtrierischen Amt Cochem. Waage und Palmwedel im oberen Wappenteil weisen auf das ehemalige «Strotzbüscher Gericht« hin. In einem Gerichtssiegel von 1725 wird der Ortspatron, der heilige Vincentius abgebildet. Sein Attribut ist ein Palmwedel. Der doppelköpfige schwarze Adler im unteren Teil des Ortswappens weist auf die Zehntpflicht zum Kloster Echternach hin. Das Kloster führt in seinem Wappen ebenfalls einen doppelköpfigen Adler.

 

Ortsgemeinde  Udler

Im geteilten Schildhaupt, oben im silbernen Feld ein rotes Balkenkreuz, darunter im blauen Schildteil auf einem silbernen Stein eine silberne stehende Taube.

Geschichte

Das rote Balkenkreuz im Wappen, weist auf die seit 1357 an stehende Zugehörigkeit von Udler zum kurtrierischen Amt Daun. Der blaue Wappenteil steht für den „Sangweiher“, einen ehemaligen kurfürstlichen Fischweiher. Die Taube steht für das „Taubenlehen“, ein Versprechen, das Eberhard von Udler 1522 der Salvatorkirche in Prüm gab, weil er von der Gichtkrankheit erlöst wurde. Dieses Versprechen ging später auf die Gemeinde Udler über. Ortspatron von Udler ist der heilige Stephanus. Er wurde gesteinigt, dafür ist der Stein in das Wappen aufgenommen worden.

 

Ortsgemeinde  Üdersdorf

Unter goldenem Schildhaupt, darin ein rotes Schräggitter, durch einen silbernen, schräglinken Wellenbalken geteiltem grünen Schild, im oberen rechten Schildteil eine silberne Säge, im unteren linken silbernen Schildteil drei goldene Ähren, mit einer silbernen Sichel belegt.

Geschichte

Das rote Schräggitter auf dem goldenen Schildhaupt im Ortswappen ist dem Wappen des Ritters de Palacio entnommen, der Üdersdorf erstmals am 25. November 1287  urkundlich erwähnte. Der schräglinke silberne Wellenbalken symbolisiert die Lieser. Die Säge im rechten Wappenteil steht für die frühen handwerklichen Anfänge in Üdersdorf, Tettscheid und Trittscheid als auch für den Schutzpatron der Handwerker, den heiligen Josef. Die drei Ähren und die Sichel im linken Wappenteil weisen darauf hin, dass Landwirtschaft über Jahrhunderte Haupternährungsquelle in allen drei Ortsteilen war.

 

Ortsgemeinde  Utzerath

Schildhaupt schräglinks geteilt, im rechten silbernen Schildteil ein rotes Antoniuskreuz mit Glöckchen, im linken grünen Schildteil eine silberne Axt und ein silbernes Eichenblatt.

Geschichte

Utzerath hieß 1518 „Otzenrode“. Die Endsilbe des Ortsnamens „rode“ deutet darauf hin, dass der Ort durch eine Rodung entstanden ist. Hierauf sollen Axt und Eichenblatt im grünen Wappenteil hinweisen. Ortspatron von Utzerath ist der heilige Antonius, sein Attribut das Antoniuskreuz, hier mit zwei Glöckchen behangen, befindet sich im silbernen Wappenteil.

 

Ortsgemeinde  Wallenborn

Im geteilten Schildhaupt, oben im blauen Schildteil, neun zur Mitte ansteigende silberne Bogen. Im unteren roten Schildteil, ein nach unten gewendeter silberner Pfeil. Rechts begleitet von einer Mispel mit blauem Butzen, links von einem goldenen, gekrönten Löwenkopf.

Geschichte

Die neun zur Mitte hin ansteigenden Bogen sollen den „Wallenden Born“ symbolisieren, der dem Ort seinen Namen gegeben hat und Zeugnis früherer vulkanischer Tätigkeit war. Ortspatron ist der heilige Sebastianus, sein Attribut der silberne Pfeil ist im Wappen wiedergegeben. Früher befand sich Wallenborn im Besitz der Herren von Zandt, die in ihrem Wappen drei goldene Löwen führten und der Herrschaft von Arenberg, die in ihrem Wappen drei Mispeln führten. Aus diesem Grunde, wurden eine Mispel und ein Löwe in das Ortswappen aufgenommen.

 

Ortsgemeinde  Weidenbach

Im geteilten Schildhaupt, im oberen roten Schildteil ein goldener Zickzackbalken. Darunter im silbernen Schildteil ein erniedrigter blauer Wellenbalken, überdeckt von einem Weidenbaum mit schwarzem Stamm und grünen Blättern.

Geschichte

Der goldene Zickzackbalken im roten Wappenteil symbolisiert in vertauschten Farben, dass Weidenbach in der Feudalzeit über die Herren von Pyrmont und Kurtrier an den Grafen Dietrich IV von Manderscheid-Schleiden kam. Die Herrschaft Manderscheid führte ein goldenes Wappen mit rotem Zickzackbalken. Der untere Teil des Wappens ist „redend“. Bach und Weidenbaum symbolisieren den Ortsnamen Weidenbach.

 

Ortsgemeinde  Winkel

Im Silber-Rot geteiltem Schildhaupt oben im silbernen Schildteil eine rote Zange, unten im roten Schildteil ein silberner Sparren belegt mit drei silbernen Ringen.

Geschichte

Schutzpatronin von Winkel ist die heilige Apollonia, ihr Attribut die Zange ist rot im oberen silbernen Wappenteil wiedergegeben. Im Mittelalter gehörte Winkel zur Herrschaft Wollmerath. Durch die Heirat der Odilie von Zandt mit Heinrich von Landenberg kam Winkel in den Besitz derer von Landenberg. Deren Familienwappen zeigt wie oben dargestellt drei silberne Ringe. Dazu wurde als redendes Teil der schwebende silberne Sparren (= Winkel) im roten Wappenteil aufgenommen. Winkel gehörte zum kurtrierischen Amt Daun, deshalb die Grundfarben Silber und Rot.