Gemeinschaft der Brüder und Schwestern von der Hoffnungsflamme

Die Gemeinschaft der Brüder und Schwestern von der Hoffnungsflamme befasst sich mit Strukturen des Zusammenlebens und fördert den respektvollen Umgang mit Mensch und Materie. Basierend auf der Auffassung, dass in jedem Lebewesen eine unsterbliche Kraft wohnt, versuchen die Mitglieder, diese Kraft zu nutzen und zum Positiven zu beeinflussen. Sie betrachten diese Kraft als inneren Funken, den sie mit anderen Funkenträgern zusammenlegen können, um ein helles Licht zu bilden... mehr

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Achte das Leben

Höchstes aller Güter ist das Leben. Es ist eine einzigartige Gabe, die uns verpflichtet, es zu nutzen. Seine Dauer ist individuell unterschiedlich und begrenzt. Leben bedarf der Ernährung, ansonsten stirbt es ab. Seine Natur ergibt sich aus der grundsätzlichen Reproduktionsfähigkeit des Wesens, im dem es steckt. Leben beginnt mit der Aufnahme dieser Reproduktion. Das Leben endet mit dem Aufhören von Erneuerung, das menschliche auf natürliche Weise durch die Funktionsstörung lebensnotwendiger Körperfunktionen. Die Achtung vor dem Leben verbietet es, Leben zu nehmen. Nur wer aus eigener schöpferischer Kraft Leben zu geben vermag, darf Leben nehmen. Die Legitimation der Jagd ist strittig. Sie kann jedenfalls nur in höchstem Respekt vor der Beute stattfinden und darf ausschließlich der Nahrungsversorgung dienen. Beschränkungen ergeben sich durch die Achtung der Vielfalt, nämlich der Arten.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Stufen und Qualitäten von Leben. So steht das Leben, das Pflanzen zu eigen ist, nicht mit dem Leben von Tieren auf einer Stufe, und das Leben von Tieren seinerseits nicht auf einer Stufe mit dem Leben des Menschen. Diese Abstufung gibt erst Raum für das Verständnis der Nahrungskette. Auch Pflanzen benötigen Ernährung und können sich fortpflanzen, was zu den Grunddefinitionen des Lebens zählt. Aber Tiere sind zudem zu einer deutlichen Sinneswahrnehmung, und einer Fortbewegung in der Lage. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch seine Qualität des Denkens und sein Vorstellungsvermögen, und damit durch den Schritt von der schlichten Wahrnehmung zur Abstraktion.

 

 

"Achte das Leben" bedeutet automatisch auch "Du sollst nicht töten"